Colonche ist ein kleines Dorf ca. 20 km im Landesinnern und etwa 30 km im Süden von Manglaralto. Die Pfarrei umfaßt mehrere Dörfer, die im weiten Umkreis liegen. Diese Pfarrei wird von Padre Bertram betreut. Er war vorher auch in der Pfarrei Manglaralto tätig, bevor er der Padre von Colonche wurde. Nun hat er in Bajada - ein kleines Dorf im Zentrum der Pfarrei - ein das Pfarrzentrum errichtet. Auch er versucht durch verschiedene Projekte die Armut und Not der Menschen zu lindern.

 

 

Padre Bertram mit seinen Missioneras

Ein besonderes Juwel in der Pfarrei ist die Kirche in Colonche. Sie stammt noch aus der Kolonialzeit. Mit großem Einsatz und viel Liebe zum Detail hat Padre Betram diese Kirche renoviert. Sie ist ganz aus Holz gebaut und viele Orginalteile wurden wieder am ursprüng- lichem Ort eingebaut.

 

Der Innenraum der Kirche

 

 

Und wie immer Neuigkeiten aus Colonche von Padre Bertram

 

Weihnachtsgruß 

 

Colonche, Dezember 2001

 

Liebe Freunde, 

 Euch allen einen ganz innigen Weihnachtsgruss aus Colonche. 

Mein Rundbrief hat Euch in der Zwischenzeit wohl erreicht, doch habe ich das Beduerfnis,
Euch nochmals einen Sondergruss und Weihnachtssegen zukommen zu lassen.
Moege das Christfest Euch erneut Kraft und Freude schenken, denn es gibt nichts Groesseres, als sich von Gott geliebt und geborgen zu wissen. 
Und das Weihnachtsfest ist ja gerade das Fest der Liebe, die offenbar wird und uns eine neue Geborgenheit im Herzen des Unendlichen, der Mensch wird, schenkt.

Zur Zeit besuchen wir taeglich alte und kranke Menschen, denen wir eine Tuete voll Lebensmitteln bringen als kleinen Weihnachtsgruss von Euch. 
Dabei singen wir - das heisst die Gruppe Missionarinnen und der Pfarrer - ein paar weihnachtliche Kinderlieder, um etwas Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen in den meist sehr armseligen Haeusern.
Es sind dankbare Stunden fuer uns...!
In der Hoffnung, auch Ihr duerft Augenblicke grosser Freude erfahren, schicken wir Euch allen einen dankbaren Weihnachtssegen und ein aufrichtiges Vergelts Gott tausendmal fuer Eure tatkraeftige Liebe im vergangenen Jahr.

Moege die Freude des Stalls von Bethlehem greifbar Eure Herzen beschlagen und sie mit einer unbeschreiblichen Hoffnung erfuellen.

Ich umarme Euch alle dankbar 

Euer Bertram

*************************************************************************

 

Weihnachtsrundbrief 2001

 

Colonche, November 2001

 

 

Liebe Freunde, Bekannte und Verwandte,

 

Bereits haben wir das erste Jahr des neuen Jahrtausends hinter uns… beinahe. Dies ist Anlass, dem Herrgott zu danken. Es ist ja gar nicht so selbstverständlich in unserer hektischen, von Gewalt und Unglück gezeichneten Welt, ein ganzes Jahr über die Runde zu bringen.

            Ich hoffe von Herzen, dass es für Euch alle ein gutes Jahr war. Für uns war es ein gutes Jahr. Die Dollarisierung hat uns zwar hart getroffen und noch immer spüren wir die Auswirkungen im Alltag, denn die Preise haben sich noch nicht eingependelt. Es gibt immer noch viel Missbrauch, keine Preisüberwachung, wenig Stabilität. Dennoch leben wir aus der Hoffnung.

 

Erste Schritte zur Produktion

            Ein neues Abenteuer hat dieses Jahr begonnen, welches vielversprechend sein könnte, sofern der Himmel seinen Segen darüber giesst.

            Seit eh und je leiden wir an Arbeitslosigkeit, an Kreditmangel, um die Felder zu bearbeiten, an Infrastruktur im Allgemeinen. Dank Eurer Grossherzigkeit, liebe Freunde, haben wir schon sehr viel Hilfe anbieten dürfen. Denken wir nur an die 140 Kinder an unserer Mittelschule, die rund 300 Kinder in den Grundschulen, deren Lehrer wir besolden mit Spenden aus der Heimat, an die 130 Witwen, das Häuschenprogramm und die 70 Jugendlichen, welche Stipendien bekommen. Dies kostet viele Tausend Dollar jedes Jahr.

            Zu Beginn des neuen Jahrtausends nun haben wir uns zu einem Versuch entschlossen, welcher uns ein wenig weiter bringen sollte auf unserem Weg zu etwas Fortschritt. Wir haben einen Bauernbetrieb mit rund 12 ha Land gekauft. Es gibt zwei Tiefbrunnen, die anscheinend nie austrocknen sollen. Auf dem Gut steht eine Holzhütte, welche den Verwalter und seine 6 Kinder beherbergt. Dazu gehören zwei Wasserpumpen und eine Tropfbewässerungsanlage für 7 ha Land. Damit kann man auf höchst rationelle Weise Landwirtschaft betreiben, Arbeitsplätze beschaffen und – so hoffen wir – unsere Sozialprogramme mitfinanzieren. Seit Jahren sind  wir uns bewusst, dass nur auf diese Weise ein Ausweg aus der Krise gefunden werden kann, welcher wirklich weiterführt. Ich habe das Gut mit einer Paprikapflanzung gekauft. Wir haben bereits die erste Ernte eingebracht. Mit dem ersten Schnitt konnten wir die Kosten der Pflanzung bestreiten. 9 ha haben wir gepflügt und nun pflanzen wir Aloe vera an. Die Pflanzen kommen aus Columbien und sind bereits 3 Jahre alt. So können wir in einem guten Jahr bereits die erste Ernte halten und den Hauptteil in die Schweiz exportieren. Im Mai haben wir Vorgespräche geführt, wobei wir die Zusicherung erhielten, dass man uns die Produktion bis zu 50 ha abkaufen werde.

            Der Gedanke des Aloevera-anbaus entstand aufgrund des Lehrerproblems in unserem Land, besonders in unserer abgelegenen Pfarrei. Wir haben allen Dörfern das Angebot gemacht, ihnen auf 2 Jahre hinaus Lehrer zu finanzieren, wenn sie bereit sind, Aloe anzubauen. Mit dieser Massnahme möchten wir nämlich das Schulwesen selbst in die Hand nehmen. Die Leute weinen und jammern schon seit Jahren bei den verschiedenen Stellen des Erziehungsministeriums… nichts geschieht. So wollen wir einfach Hand anlegen und die Erziehung privatisieren. Von 16 Dörfern haben 6 zugesagt und 5 arbeiten nun im Programm. Mit diesen haben wir rund 2,5 ha mit jungen Aloepflanzen bebaut. Die Leute verpflichten sich, die Pflanzen zu pflegen, um so nach 2 Jahren ihre Lehrer mit dem Erlös zu bezahlen. Sollte es Überschüsse geben, werden diese für Schulmaterial, Uniformen, Stipendien etc verwendet. Doch soweit sind wir noch nicht.

                Mit grosser Freude haben wir festgestellt, dass dieses Programm die Leute guten Willens zusammenführt. Es entsteht mehr Freundschaft und Solidarität. Prinzipiell sind es die Frauen, welche sich besonders einsetzen für ihre Kinder. Es ist ein echtes Schauspiel, wenn 2 dutzend Frauen zu giessen beginnen. Es wird gelacht, geschwitzt und natürlich fallen Sprüche. Ich habe alle Arbeiten stets als fröhliche Unternehmen erlebt. Die Felder schauen fast alle vorbildlich drein. Die Leute sind stolz auf die kräftigen Pflanzen, die sich in einem halben Jahr ausgezeichnet entwickelt haben.  – Als positiver Nebeneffekt ist das Interesse an dieser Pflanze erwacht. Viele Leute erkunden sich, ob sie nicht auch privat diese Pflanze anbauen könnten, denn sie ist wie zugeschnitten für unsere Gegend. Sparsam im Wasserverbrauch, plagenfrei (man braucht keine Chemie einzusetzen). Und dies ist ein weiteres Ziel: wir möchten Jungpflanzen produzieren, welche wir an die Leute billig abgeben und sie so zu einem Nebenverdienst führen können. Wir wollen keine Monokultur einführen, sondern einfach neue Wege erschliessen, welche das karge Einkommen etwas stabilisieren können. Mit einer Hektar Aloe hoffen wir – ohne Düngung und Chemie, d.h. ohne Nebenkosten ausser dem Wasser – auf US $ 1000 jährlich zu kommen. Dies ist im Augenblick gerade das Einkommen einer armen Familie, sofern der Papa einen bescheidenen Job hat. Sollte dieses Projekt so Wirklichkeit werden, wie wir es wünschen und uns vorstellen, so glauben wir, einen wichtigen Schritt für den Fortschritt getan zu haben.

            Allerdings fehlt uns noch ein Glied in der Kette. Wir brauchen eine bescheidene Fabrik, um das Extrakt der Aloe stabilisieren zu können. Damit könnten wir die Tore zu internationalen Märkten aufstossen, in erster Linie zur Firma Biorex- Biokosma in Ebnat-Kappel, welche sich bereit erklärt hat, mit fairen Preisen mitzuwirken und uns Aloe abzukaufen.

 

Vom Spender zum  Genossenschafter

 Der Gedanke ist folgender: Um in unserer Pfarre Fortschritt, Verbesserung, weniger Armut zu erreichen, muss man Arbeitsplätze schaffen. Aloe vera ist eine Möglichkeit, die wir haben. Dies heisst nicht, dass es die einzige bleiben soll, doch wollen wir damit beginnen.

            Wenn wir uns nun zusammenschliessen und genügend Kapital aufbringen, um eine bescheidene Fabrik aufzubauen, das heisst unsere Aloe nicht unverarbeitet verkaufen müssen – was eine Einbusse von 80 % der möglichen Einnahmen bedeutet – dann leisten wir auf lange Zeit mehr Entwicklungshilfe als wenn wir Stipendien, Dächer, medizinische Hilfe etc finanzieren. Drum, liebe Freunde, Wohltäter und Bekannte, lade ich Euch ein, “Anteilscheine” zu kaufen. Ich denke dabei nicht an eine milde Gabe von Eurer Seite, sondern an ein echtes Geschäft. Das Unternehmen muss ja einen Reingewinn abwerfen. Von diesem Reingewinn möchten wir 20% auf die Aktionisten zurückfliessen lassen. 20% sollen den Angestellten direkt zukommen als Mitbeteiligte am Unternehmen und 60 % sollen für die Sozialaufgaben der Pfarrei verwendet werden. Bis Ostern möchten wir einen detallierteren Plan ausarbeiten und Euch diesen vorlegen. Es würde uns aber freuen, wenn der eine oder andere Wohltäter unserer Pfarrei seine Gedanken zu dieser Iniziative uns zukommen liesse.

            Liebe Freunde und Bekannte! Seien Sie nicht erstaunt über diese Geschäftszeilen. Aber ich verrate Ihnen kein Geheimnis, wenn ich sage, dass mit einem Vertrauensvorschuss mehr Hilfe getan werden kann als wenn Ihr mir den halben Betrag einfach schenkt. Die Dritte Welt braucht Partner, welche teilen wollen. Drum lade ich Euch zu diesem Geschäft ein. Ich weiss, dass dies für Euch ein Risiko ist, denn ich kann morgen tot sein und wer garantiert Euch dann den Rückfluss Eures Geldes? Aber Ihr könnt mir ja auch nicht garantieren, dass Ihr morgen noch leben werdet, nicht wahr? Also: vertrauen wir!

            Ich hoffe, mit 120.000 US $ eine bescheidene Fabrik aufbauen zu können. Und damit hätten wir die Summe, welche das Unternehmen kosten dürfte. Wenn wir an Anteilscheine von US $ 100 pro Stück denken, ergibt dies 1200 Einheiten. 

           

Nun genug von unseren Jahrtausendträumen und Plänen. Schliesslich kennt unser Alltag auch andere Aspekte.

 

Die Hausgemeinschaft in Bajada wird selbständig

             Unsere kleine Gemeinschaft hat sich nicht erheblich verändert. Ursula ist dieses Jahr rund 7 Monate ausgefallen, denn sie verbrachte 4 Monate in der Heimat, da ihr wohlverdienter Urlaub nach 3 Jahren wieder fällig war. Seit ende August ist sie in Lima, Perú, wo sie eine 3 monatige Erfahrung in einer Gemeinschaft der Seligpreisungen macht. Anscheinend hat sie sich gut eingelebt. Wir erwarten sie ende November in unserer Pfarrei zurück. Geoconda ist dieses Jahr gleich zweimal abgehauern. Ich weiss nicht, ob Ihr euch noch an die Jüngste der Missioneras  erinnert? Sie war impulsiv, spontan, fröhlich, eigenwillig und störrisch… eine gute Mischung, wenn man sie irgendwie kontrollierbar machen kann. Im Januar ist Geoconda zum ersten Mal abgehauen. Als Busse durfte sie 3 Monate lang nicht zurück. Im Juni ist sie wiederum auf und davon. Diesmal soll sie ein Jahr fernbleiben. Es ist nicht einfach, mit unberechenbaren Mädchen ein Gemeinschaftsleben zu führen. Mal sehen, ob sie in einem Jahr zurückfinden wird.

            María hat ihr Universitätsstudium abgeschlossen und ist somit Mittelschullehrerin geworden. Sie wird im nächsten Jahr die These ausarbeiten um eine Lizenziatur zu machen, akademischer Titel, welcher dem Doktorat vorangeht.

            Rocio, Angelica und Gardenia haben sich ebenfalls an der Universität von Loja matrikuliert. Zwei studieren Religionswissenschaft und eine Grundschullehrerin. Bis anhin sind alle guter Dinge. Hoffen wir, dies bleibe so!

            Einen besonderen Meilenstein setzten wir am ersten August. Mit diesem Tag wurde die Gemeinschaft unserer Missioneras ein selbständiges Haus, das heisst, sie finanziert sich selbst aufgrund der Arbeit. Die Religionsstunden an Schulen und Gymnasium bezahlt die Pfarrei, das heisst, der Pfarrer. Weitere Einkünfte: Marías Monatslohn und die Einkünfte aus der Herstellung von Rosenkränzen aus Tagua und Holz. Pro Rosenkranz verdienen die Mädchen 1 Dollar. Nebenbei haben wir erste Versuche gemacht, indem wir Aloe vera zu Marmelade verarbeiten. Wir mischen die Aloe, die nicht gerade eine Gaumenfreude darstellt, da sie etwas bitter ist, mit Fruchtkonzentraten von Maracuyá, Ananas, Baumtomaten, Bananen und Papaya. Wir haben zwar keine Erlaubnis vom Gesundheitsamt, doch verkaufen wir die Marmelade unter der Hand… wir sind schon ein paar Hundert Gläser losgeworden.

            Der Padrecito trägt auch zum Einkommen bei: alle Hl. Messen, welche ein Stipendium mitbringen, werden der Gemeinschaftskasse zugeführt. Die Mädchen sind noch sparsamer geworden, seit sie sich selbst verwalten müssen – sie waren zwar  nie verschwenderisch gewesen! – und freuen sich sichtlich, wenn sie mit den Finanzen durchkommen. Manchmal gibt es sogar bescheidene Überschüsse.

            Heitere Episoden? Eigentlich erinnere ich mich nicht besonders vieler köstlicher Episoden. Doch erinnert Ihr Euch vielleicht noch an die Geschichte mit dem Bordell in unserer Pfarrei. Der Mann, der mir anfang dieses Jahres das Leben erschweren wollte und dann schliesslich das Freudenhaus (es war lediglich eine Bambushütte!) verloren hatte durch Brandstiftung, hat mich letzthin sehr freundlich in der Kantonsverwaltung angesprochen und mir einen kleinen Grundbesitz zum Kauf angeboten. “Vergessen wir was war”, meinte er grosszügig. Dann erzählte er mir die traurige Geschichte von seiner Scheidung… Zu einem Geschäft kamen wir allerdings  nicht.

            Vor wenigen Wochen fuhren wir für 5 Tage in die Berge, um ein bisschen auszuruhen. Von Baños aus machten wir dann einen Tagesausflug in den Urwald, d.h. rund 150 km weit in die Tiefebene des Pastaza und Napo, Amazonaszuflüssen. Die Missionarinnen fuhren ein paar Kilometer weit flussauf und flussab in einem 10 meter langen Kanu mit Aussenbordmotor. Ein Erlebnis für Menschen, die fast immer an eine wüstenartige Umgebung gewohnt sind. Zum Mittagessen gab es im Dorfzentrum eine weitere Abwechslung. Ein paar Affen, die aus dem Wald ins Dorf gezogen waren, weil ein paar Ausländer ihnen stets Esswaren geschenkt hatten, erheiterten unser Mittagessen aussergewöhnlich. Sie turnten über die Tische hinweg und versuchten so ziemlich alles in die Finger zu bekommen, was nicht niet- und nagelfest war. Die Wirtin warnte uns. Wir sollen die Gläser doch in der Hand halten, wenn der kleine Affe in der Nähe sei. Alle gehorchten aufs Wort. Wenn der Affe nahekam, ergriffen alle ihre Gläser. Dabei entging uns die Cocacolaflasche. Dem Affen allerdings entging diese nicht. Er schwang sich  mit ein paar Sprüngen mitten auf unseren Tisch und ergriff blitzesschnell die Flasche. Und damit verschwand er sogleich auf den nächsten Baum, wo er sich die schwarze Brühe genüsslich einverleibte. Ihr könnt Euch das Gelächter der Mädchen  vorstellen. Es war wirklich erheiternd.

            Bevor ich nun zur kleinen finanziellen Information komme, möchte ich Euch noch ein anderes Detail ankünden: Wer Zugang zum Internet hat, kann unter www.fsmfiat-ecuador.org im spanischen Teil (der deutsche Teil wird nicht weitergeführt) hin und wieder Neuigkeiten aus Colonche erfahren. Auch stehen darin Details zum Aloeprojekt, sollte sich jemand dafür interessieren. Ich versuche alle 3 Monate irgendwelche Neuigkeiten von einem gewissen Interesse durchzugeben. Dies für die Internetler.

 

Jahresbilanz der Pfarrei in Zahlen

             Nun zur Bilanz des ersten Jahres im 3. Jahrtausend.

Wir haben versucht, in diesem Jahr mehr Investitionen im Hinbhlick auf Produktion zu machen, was unser Budget ziemlich hoch hat werden lassen. Wir hoffen, in 2 Jahren die ersten Früchte ernten zu können.

 

Ausgänge 2001

Centro Pastoral ( Essen für 8 Leute, Kleidung, Strom, Wasser, Fahrräder, Arztkosten, etc.    US$   6060

Autos, Moto (Steuern, Benzin, Reparaturen )                                                                                   US$   3500

 

Reine Sozialprojekte

Wohnungsbauzuschüsse                                                                                                                           US$  2000

Mittelschule der Pfarrei                                                                                                                              US$  7000

Witwen – Apotheke                                                                                                                                    US$  1500

Lehrerbesoldung für Grundschullehrer (Aloeprojekt)                                                                            US$  6300

Stipendien (Mittelschüler und Universitätsstudenten)                                                                           US$  4161

Verlorene Darlehen                                                                                                                            ca        US$  2000

 

Produktionsprojekte

Pacht von 200 ha (auf 20 Jahre)                                                                                                                  US$  8000

Kauf eines Bauernhofes                13 ha                                                                                                      US$ 25000

Unterstütung für das Landwirtschaftsprojekt (Entkörnungsmaschine, Mühle, Druckpumpe)         US$  2500             

Kauf von Aloejungpflanzen 35000 Stück a 20 ctvs                                                                                  US$  7000

Kauf von 50000 a 15 ctvs                                                                                                                               US$  7500

Kauf von 9000 tunas (feigenkakteen) a 30 ctvs + Transport                                                                    US$3300               

 

TOTAL AUSGABEN                                                                                                                                    US$ 85821

Dieses letzte Ausgabensegment sollte zu einer Einkommensquelle für unsere Sozialprojekte werden und gleichzeitig Arbeitsplätze beschaffen. Wir hoffen auf den Segen von oben!

 

Einkünfte                         

Opfergelder aus der Kirche                                                                            Ca. US$   1700       

Rückzahlung alter Kredite                                                                                    US$   1200

Verkauf von Aloemermelade und Rosenkränzen                                             US$   1500            

(Produkte aus unserem eigenen Haus)

Eingänge durch die Maismühle und Entkörungungsmaschine                      US$     630

Total                                                                                                                        US$   5030                                                         

Bilanz  (85821 – 5030 )                Ausgabenlast der Pfarrei 2001                                      -                   US$  80791

 

Liebe Freunde, diese Buchhaltung ist eine Annäherung, da wir erst im Januar des nächsten Jahres abschliessen. Allein die Stipendien sind fix definiert, die anderen Beträge sind geschätzt, da noch mehr als ein Monat fehlt bis zum Abschluss. Mit diesen wenigen Angaben möchten wir Ihnen von Herzen dankbar einen kleinen Einblick in die Finanzen ermöglichen. Wir hoffen, dass in wenigen Jahren die Bilanz anders aussehen wird.

Für heute, meine lieben Freunde, Wohltäter und Bekannte, möchte ich mit einem vorweihnachtlichen Segen Euch allen meine dankbare Verbundenheit bezeugen. Ich wünsche jedem einzelnen eine wunderschöne Weihnachtszeit, viel Gelassenheit und echt innere Freude bei der Vorbereitung des so liebgewordenen Festes in der Hoffnung, niemand verliere sich im äusseren Tun und Kaufen derart, dass er das Fest verwünscht. Suchen wir erneut das Wesentliche, das Unsichtbare, Gott, der in uns Mensch werden will.

Ich umarme Euch alle dankbar in aufrichtiger Verbundenheit und fest vereint im Gebet um den Frieden der Welt.   

 

                                                                                              Euer P. Bertram Wick, Colonche